Leipziger Buchmesse 2015

Zunächst einmal möchte ich all jenen danken, die Fotos von mir oder für mich gemacht haben – ich gehöre einfach zu den Menschen, die nie daran denken, oder zumindest viel zu selten! Dabei ist die Leipziger Messe so schön – ich liebe die Eingangshalle, es ist alles “unter einem Dach”Als Alice, wobei das hier danach klingt, als sei es mickrig klein, was natürlich überhaupt nicht der Fall ist. Die Wege sind einfach kürzer – sich hier über den Weg zu laufen ist zumindest viel wahrscheinlicher als in Frankfurt. Als wer man sich dann über den Weg läuft, weiß man bei mir nie so genau, da ich nicht nur als Ivonne Keller auf der Messe bin, sondern (wie man hier links auf dem Namensschild sieht) auch als Alice Golding.

Rotunde zwei Schirme

 

 

 

 

Der Freitag begann mit zwei Veranstaltungen in Halle 3 und 5. In der eBook-Lounge las ich aus meinem neuen Roman LÜGENTANZ, anschließend eilte ich zu einer Podiumsdiskussion zum Thema “Verlag oder Selfpublishing . gibt es einen goldenen Mittelweg?” Hier ein paar Eindrücke:

IMG_7516 IMG_7511Lesung Lügentanz 2 Lesung LügentanzIMG_7507 IMG_7508 IMG_7510
mit Caro

Podiumsdiskussion Kerstin

 

 

 

 

 

 

(Fotos: Kerstin Hornung)

Der Abend fand seinen krönenden Abschluss bei einer Häppchenlesung im Restaurant Pascucci zusammen mit meinen Kolleginnen Katrin Koppold, Marah Woolf, Emily Bold, Kira Gembri, Nikola Hotel, Hannah Siebern, Dana Graham und Eileen Janket. Vielen Dank für die Fotos an Jil Aimeé Bayer.

Es war ein grandioser Tag!

Häppchenlesung 4 Häppchenlesung 3Häppchenlesung 2Häppchenlesung mit Brille Häppchenlesung 1 Bild Häppchenlesung von Helen Reményi

Jurymitglied für das Arbeitsstipendium der Mörderischen Schwestern e.V.

Seit 2011 bin ich Mitglied bei den Mörderischen Schwestern, einer Vereinigung von Frauen, die die Liebe zum Krimi miteinander teilen. Man muss keine Autorin sein, um hier “mitzumischen” – auch Leserinnen, Verlegerinnen und Lektorinnen sind Teil dieser Gemeinschaft. Seitdem ich hier Mitglied bin, hat sich für mich vor allem gezeigt, wie enorm befruchtend dieses “Netz” sein kann. 1x pro Monat treffen wir uns in den Regionalgruppen, tauschen uns miteinander über unsere Arbeit aus und planen gemeinsame Events oder Fortbildungen. Aber auch darüber hinaus sind Kontakte und Freundschaften zu anderen Krimi-Autorinnen entstanden, die ich sonst nie kennengelernt hätte. Dafür bin ich sehr dankbar.

logo moerderische schwesternSeit 2014 vergeben wir jährlich ein Arbeitsstipendium in Höhe von 1.500 Euro für einen von einer Frau in deutscher Sprache verfassten Roman im Bereich der Spannungsliteratur. Bewerben können sich alle Autorinnen, die in deutscher Sprache schreiben, ohne Alters-, Wohnort- oder sonstige Beschränkung, die bei den meisten anderen Stipendien ein Hindernis für viele Bewerberinnen darstellt. Eine Mitgliedschaft bei den Mörderischen Schwestern ist für eine Bewerbung um das Stipendium nicht erforderlich. (Quelle: Mörderische Schwestern)

Bewerben kann man sich hier: Arbeitsstipendium

Die ersten Leseproben und Exposés sind inzwischen bei den Jurymitgliedern eingetroffen. Ich bin sehr gespannt, welche Ideen mich und meine Kolleginnen (Ricarda Oertel, Anja Marschall, Nicole Neubauer und Inge Steinmüller) begeistern werden.FullSizeRender

Auf ein ereignisreiches Jahr 2015

Wenn auch etwas verspätet: Ich wünsche all meinen Leserinnen und Lesern ein gesundes und schönes neues Jahr!

Anfang eines neuen Jahres bin ich immer voller Tatendrang – wie viele vermutlich – und daher steht auch ein neues Romanprojekt an, an dessen Plot ich zwischen den Jahren gefeilt habe. Die ersten Seiten sind geschrieben. Wieder geht es um psychologische Spannung – ein Genre, das mich einfach nicht loslässt. Zu sehr interessiert es mich, was friedfertige Menschen dazu bringen kann, ein Verbrechen zu begehen.
Sei es aus Liebe oder aus Angst – beides starke Motive, wie ich finde.

In meinem neuen Roman wird es um Angststörungen gehen, und zu was sie Menschen treiben können – ein Thema, das mich tief bewegt. Ist es nicht eigentlich die Angst, die uns schützen sollte? Was aber, wenn sie uns beherrscht?

Ich hoffe, ihr werdet es genau so spannend finden, wie ich.

 

Buchmesseeindrücke FBM 2014

Diese Frankfurter Buchmesse war etwas ganz Besonderes für mich – es werden hier noch einige Impressionen folgen. Eines meiner ganz klaren Highlights (neben dem Kennenlernen von MC Fitti …) war der Moment, in dem ich spontan von dem Team der Buchhandlung Greuter aus Rottweil (www.buch-greuter.de) gebeten wurde, doch ganz kurz mal etwas zu meinem Roman in die Kamera zu erzählen. Das Engagement dieser Buchhandlung hat mich sehr beeindruckt. Vielen Dank für diese tolle Gelegenheit.

Quelle: Youtube / Buchhandlung Greuter aus Rottweil

Ein Treffen mit Petra Hammesfahr

IMG_1715Wenn mir jemand 1999 erzählt hätte, dass ich mich eines Tages mit Petra Hammesfahr auf eine Cola treffen würde, hätte ich ihn für verrückt erklärt. Damals kaufte ich in einer Bad Vilbeler Buchhandlung den Roman “Der Puppengräber”. Dieses Buch zog mich so sehr in seinen Bann wie zuletzt die Bücher von Stephen King. Dabei schreibt Petra Hammesfahr natürlich ganz anders – doch sie ließ mich als Leserin so nah an ihre Figuren heran, wie es noch nie einem Autor zuvor gelungen war – und das bis heute. Beim Lesen von Petra Hammesfahrs Romanen habe ich das Gefühl, ich sei der Charakter, aus dessen Perspektive erzählt wird – es ist schwer zu beschreiben.

Anfang Juni dieses Jahres erzählte mir eine befreundete Autorin so nebenbei, Petra Hammesfahr sei ja demnächst in unserer Stadt und lese um 23 Uhr in der Burg. Ich dachte mir: Wenn die Lesung erst um 23 Uhr beginnt, hat Frau Hammesfahr vorher möglicherweise noch etwas Zeit.
Und die hatte sie.

Für mich war es ein unvergesslich toller Abend. Ich gebe es zu, ich war sehr aufgeregt, bevor wir uns trafen. Würde die Chemie stimmen? Würden wir uns etwas zu erzählen haben? Diese Fragen lösten sich ziemlich schnell in Luft auf : )
Was wir besprochen haben, bleibt natürlich unter uns, nur so viel ist sicher: Der Abend war viel zu schnell vorbei. Und wenn ich auch gehofft hatte, zwischen ihrer Art zu schreiben und meiner irgendwelche Parallelen zu entdecken, so wurde ich ganz schnell auf den Boden der Tatsachen geholt. Für mich bedeutet Schreiben oft genug stundenlanges Plotten und Grübeln, Versacken in der Story, Einbahnstraßen, Verwerfen und Aufgreifen tausender unausgegorener Ideen.
Petra Hammesfahr bekommt von ihren Figuren diktiert, was passiert.
Ich finde das eigentlich ein bisschen unfair 😀

Petra Hammesfahr ist und bleibt mein absolutes Schreibidol.
Ich freue mich auf noch viele viele Bücher von ihr!


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